Essen packt an!

Neues aus der Obdachlosenbotschaft: Eine gemeinsame Nacht mit T. und A. auf dem Essener Hauptbahnhof (von Michael)

Wie ihr ja bereits wisst, können wir die alltägliche Arbeit nicht so in Berichte fassen. Privatsphäre und manchmal "unschöne" Details machen es unmöglich. Umso wichtiger sind uns die Momente, wenn wir darüber sprechen können.



Als ich am 9.9. meine Suppentour mit den Helfern beendet hatte und nach einem kleinen Treffen mit alten Freunden am Hauptbahnhof landete, fiel mir zur spätabendlichen Zeit ein offenbar Obdachloser auf, der sehr nüchtern wirkte und Passanten auf Geld ansprechen wollte. In diesem Moment fiel mir ein schon lange in mir ruhender Wunsch ein, einmal den Menschen die dort wohnen etwas Zeit und ein Ohr schenken zu wollen. Gedacht, getan. Ich sprach ihn an und bot ihm statt Geld einfach mal „Zeit“ an. Der Herr schaute mich erst etwas verwundert, aber dennoch zugleich sehr glücklich an, willigte ein und schlug vor, einen gemeinsamen Kaffee zu trinken.

Er zahlte übrigens mit seinen letzten 3 Euro, weil ich zu wenig Bargeld in der Tasche hatte.

Wir spazierten tief in Gespräche vertieft über den Willy-Brandt-Platz und ich hörte zu und nahm mir Zeit. Er sprach über seine Familie, seine Eltern und Geschwister, seinen alten Job und seinen Lebensweg der Ihm ein Leben auf dem Bahnhof einbrachte.
Er war ein sehr intimes und ehrliches Gespräch auf Augenhöhe, geprägt von Verständnis, Nachsicht und Anerkennung.

T., der sich von der Szene fern hält und sich oft alleine durchschlägt, erzählte mir von vielen

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Suppenfest & Streetworking

Uiuiui…..was für ein langer Tag voller Bilder und Momente….

Heute standen drei Termine bei Essen packt an an auf dem Plan.
1. Unsere Innenstadttour mit dem Suppenfahrrad
2. Das Suppenfest 2017 – Lokalfieber lädt ein! auf dem Webermarkt
3. Eine Afterwork Streetworkingtour durch die Innenstadt, weit ab von den zugänglichen und öffentlichen Plätzen

Gegen 18:00h kamen Mona und ich in der Stadt an, ich gab ein paar gespendete Hygieneartikel an der Garage ab, sortierte noch ein paar Sachen und habe ich mich über viele bekannte Gesichter und lieb gewonnene Menschen gefreut.
Nach ein paar Minuten ging es auch schon mit der Tour los und ich machte mich auf zum Suppenfest, wo Mona schon unsere Baguettes sowie Teelichter für die Warmhalteplatten der Suppe abgegeben hatte.

Der Platz war sehr gut gefüllt und es konnte aus einem reichhaltigen Angebot von 17 verschiedenen Suppen gekostet werden. Anschließend durften diese auch bewertet werden. Matthias Hauer, unser angekündigter Besuch zum Politikercheck von der CDU, war schon samt Helfern vor Ort und begrüßte uns freundlich. Dank unseres Engagements am Webermarkt sind wir dort und in der Umgebung inzwischen eine feste Institution mit vielen Kontakten und entsprechend vielen geführten Gesprächen. Wir sind ein wichtiger Teil der Nordstadt geworden und das erfüllt mich genauso mit Stolz wie die Arbeit auf der Straße.

Leider hat es unsere

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Mayflower: Die müssen Weg! - Haare schneiden für Obdachlose II am 12.8.2017

Hallo ich bin Ramona und ich bin Friseurin.
Ich mache diesen Job nicht einfach nur, weil mir nichts Besseres einfiel, ich mache diesen Beruf, weil ich Menschen sehr mag und es auch liebe, ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. In meinem Berufsleben zahlen Menschen für ihr neues Aussehen im Salon und ich bekomme immer ein zufriedenes Lächeln und oft werde ich vor Dankbarkeit ganz feste in den Arm genommen. Das tut sehr gut.



Aber mir war es auch schon immer ein großes Bedürfnis, Menschen außerhalb meines beruflichen Alltags glücklich zu machen.
Menschen, die für eine Veränderung nicht viel oder auch gar kein Geld zahlen können. Ich wollte schon immer diese andere Art von Lächeln und Dankbarkeit sehen und das habe ich heute zum zweiten Mal in der Mayflower erleben dürfen.
Menschen, die es genießen, einmal echte und ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen.
Menschen, die sich freuen, wenn man sie wahrnimmt, egal wo sie gesellschaftlich stehen.
Menschen, die individuell sind und auch trotz des harten Lebens auf der Straße so wahrgenommen werden möchten, wie sie sind.
Menschen, die ihre Macken haben und ernst genommen und auf Augenhöhe angesprochen und behandelt werden wollen.
Eben Menschen mit Herz und großem Familiensinn wie du und ich....

Heute habe ich zusammen mit

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Warum mache ich das? Petras Geschichte

Ich werde oft gefragt, warum ich mich in meiner wirklich knappen Freizeit(mit Vollzeitjob, Kindern, Haushalt und Garten) zusätzlich noch um andere Menschen kümmere. Gestern Abend habe ich wieder mal eine Antwort auf diese Frage bekommen. Weil diese Menschen mich brauchen! Was wären wir ohne Freunde, Familie, Bekannte? In schweren Zeiten braucht man Zuhörer, eine Umarmung, ein liebes Wort! Die Menschen auf der Straße haben den Glauben daran verloren, weil es leider immernoch viel zu selten geschieht, dass sich jemand mal Zeit für sie nimmt. Als ich an Heiligabend im letzten Jahr meine erste Tour mit dem Suppenfahrrad machte, fand ich es toll, Essen und Trinken sowie Hygieneartikel und Klamotten zu verteilen. Mittlerweile widme ich mich lieber dem Streetworking. Während die anderen fleißigen Tourgänger die Bedürftigen versorgen, halte ich Ausschau nach fremden und bekannten, teils traurigen und verzweifelten Gesichtern und versuche, behutsam mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So traf ich gestern Abend vor Toscani auf A., der dringend einen Schlafsack benötigte. Wir hatten gerade den letzten, den wir dabei hatten, abgegeben. Da A. uns leid tat und wir ihn nicht eine ganze Woche warten lassen wollten, lief unser lieber Hotti zur Garage zurück, um einen Schlafsack sowie Unterwäsche und Socken für ihn zu besorgen. Das rührte A. so, dass er anfing

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13 Stunden für Essen packt an im Einsatz –Tagesbericht (Markus P.)

Essen packt an! hat den Luxus, als Nichtregierungsorganisation zwei Geburtstage zu haben. Wie das? Viele „feiern“ uns an Pfingsten. Wir sind am Dienstag nach Pfingsten 2014 entstanden und das findet man gerade im sozialen Netzwerk oft erwähnt. Aber wir haben uns deshalb als Feiertag das Datum (10.06.) als Basis genommen.
Wir werden den Tag auch feiern und an diesem Tag werden wir nicht mit „Warm durch die Nacht“ auf Tour gehen. Auch wenn die Arbeit wichtig ist, aber alle Helfer und Freiwillige sind auch wichtig und einen Samstag muss es in EPA-Manier eine andere Möglichkeit geben. Denn mit Essen packt an! ist was Tolles passiert und da können sich alle Helfer mal austauschen. Die meisten Menschen, die auf der Straße leben, haben uns ihr Kommen angemeldet. Denn wir möchten auch mit ihnen feiern, wir wollen mit allen Essenern, allen Ehrenamtlichen und allen uns Verbundenen diesen einmaligen Tag feiern. Im Landhaus Vogelheim, Hafenstr. 181. Wir freuen uns über euer zahlreiches Erscheinen.
Aber bevor und nachdem wir feiern, haben wir noch einige, wichtige Inhalte auf den Weg gebracht.



Wir haben uns vor einigen Monaten nach Rücksprache mit einigen Organisationen so unsere Gedanken gemacht. Und da fehlte, unserem Wissen nach, eine Kommunikationsplattform für alle in Essen in der Wohnungslosigkeit aktiven Organisationen, ähnlich dem RUTE im Natur & Umweltbereich. Mittlerweile haben wir auch eine Einladung

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Die Bundeswehr zu Gast bei uns. Thema: Obdachlosigkeit

Vor einigen Wochen wurde ich kontaktiert, ob wir Interesse hätten, die Bundeswehr zum Thema Obdachlosigkeit aus unserer Sicht zu informieren. WIR schulen die #Bundeswehr. Eine interessante Herausforderung für uns. Auch wenn Schulungen zu geben oder Vorträge zu halten für uns kein #Neuland sind, so war dies doch mehr als eine Überlegung wert, ob wir dies machen.


Die Überlegungen sind natürlich auch politisch geprägt. Bundeswehr? Was wollen die mit den Infos? Nehmen die das Thema ernst oder ist es eine Alibi-Veranstaltung? Natürlich beschlich uns das letztere gerade in der aktuellen Bundeswehr-Diskussion noch bis kurz vor Schulungsbeginn. Wie es typisch für uns ist, haben wir alles neu gemacht. Weder die Schulungsinhalte aus unseren Vorträgen in diversen Schulen, noch die Inhalte der FSJ-Seminare wurden dupliziert. Der Vorteil für uns ist dadurch, dass wir

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Obdachlos in Essen Teil 1

Obdachlosigkeit mitten in Essen. In eine losen Reihenfolge möchten wir Bilder von Menschen, die auf der Straße leben, wohnen, essen und schlafen zeigen. Ohne Ort, Zeit- und Personenbezug. Nur so viel sei verraten: Irgendwo in Essen. Und viele berührt das Schicksal. Sonst posten wir viel von einer Essenausgabe, - und übergabe.. Aber selten, was danach passiert. Hier ein paar Eindrücke. Und wenn du was gegen die Situation tun möchtest, komm zu uns. Hilf uns, Menschen zu helfen. Wir freuen uns über jede helfende Hand.

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Kältebrücke - Eiskalt helfen vom DRK Essen-Borbeck

Einladung an die Obdachlosen, einen warmen Schlafplatz zu erhalten, hat sich gut rumgesprochen.



Nach dem nun die ersten Nächte vergangen sind, können wir ein positives Resümee ziehen. Insgesamt haben in bisher 5 Nächten 36 Obdachlose unsere Angebot angenommen. Sie haben sich über eine warme Suppe, Kaffee, Tee, Wasser und Süßigkeiten sehr gefreut.

Manche Nächte wurden duch lange Gespräche geprägt in denen so manch Obdachloser auch mal sein Herz ausgeschüttet hat.

Die Zusammenarbeit mit Essen packt an! gestaltet sich sehr gut. Ein Helfer der Bürgerinitiative begleitet uns durch die Nächte und packt mit an wo er kann. Die Fahrer sind immer erreichbar und sehr freundlich. Am schönsten ist es aber den einen oder anderen Helfer aus den Anfangszeiten von EPA wiederzusehen.

Die Morgende verlaufen reibungslos. Obwohl um

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Pressemitteilung "Kältebrücke - Eiskalt helfen"

 „Kältebrücke – Eiskalt helfen“:
DRK Essen und Essen packt an! bieten Obdachlosen warme Zuflucht bei Minusgraden

Temperaturen unter Null Grad bedeuten für Obdachlose oft eine extreme Herausforderung. Rechtzeitig zum Wintereinbruch haben das Deutsche Rote Kreuz-Kreisverband Essen e.V. und die Initiative Essen packt an! eine Kooperation ins Leben gerufen, um den Menschen zu helfen, die in Essen auf der Straße leben.



Schnelle und unkomplizierte Hilfe
Gestern Abend errichteten 14 Helferinnen und Helfern der DRK-Bereitschaft Essen Borbeck auf dem Bereitschaftsgelände ein 50 Quadratmeter großes, beheiztes Zelt und trafen weitere Vorbereitungen. Zehn Schlafplätze mit

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