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Warm durch die Nacht - Tourbericht 16.03.2016 von Fabienne

Dienst am ''Abschaum der Gesellschaft''

Unsere letzte Tour hat mir mal wieder vor Augen geführt, wie schnell es vom sogenannten 'Vollwertigen Mitglied der Gesellschaft' in den Status des 'asozialen Schmarotzers' gehen kann.



Mit von der Partie waren Andreas, Marco, Florian, unsere treuen R. und M, außerdem Ingrid als logistische Unterstützung.
Dieses Mal bekochte uns die Realschule am Schloss Borbeck mit Grünkohl, der allen wirklich vorzüglich geschmeckt hat.
Heißes Wasser gab es - wie immer - von der Shishabar Abia. Und dem verspäteten Rosenmontagszug sei Dank, gab's sogar Kamelle!

Das erste Gespräch hatte ich mit R., der mehrere Sprachen fließend spricht und einige Jahre beruflich in Belgien lebte. Von einigen Schicksalsschlägen nicht entmutigt, konnte er zu seinem

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Zu Besuch in der Klasse 9c des Leibniz-Gymnasiums.

Was hat der auf RTL gesendete Beitrag in der Sendung "Secret Millionaire", der so schräg klingt, dass ihn kaum einer für wahr hält, mit der in Essen gegründeten Aktion "Warm durch die Nacht" zu tun? Diese Frage wurde den Schülerinnen und Schülern der 9c während des heutigen Besuchs von Janita Marja Juvonen und Veronika Arning gestellt. Aber auch nach der Auflösung schien die Geschichte immer noch skurril. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren nämlich, dass ein Millionär, der sich bei der besagten Sendung beworben und einen Abend lang als Undercover-Praktikant das Essener Projekt unterstützt hat, der Initiative eine beachtliche Spende zukommen lassen hat, die am Ende für einen guten Zweck genutzt wurde: Das Suppenfahrrad, welches nun jeden Abend Obdachlose mit einer warmen Mahlzeit versorgt.

Darüber hinaus lernten die Schülerinnen und Schüler, dass Obdachlosigkeit nicht nur ein fiktiver Lebenszustand im fernen London ist, wie im Jugendroman 'Stone Cold' von Robert Swindells beschrieben, den sie im Ausbildungsunterricht von Herrn Maryschka gelesen und bearbeitet haben. Vielmehr ist Obdachlosigkeit greifbar und spielt sich quasi vor unserer Haustür ab. Besonders beeindruckend fanden die Schülerinnen und Schüler, als Frau Janita Marja Juvonen selbst davon berichtete, wie sie in die Obdachlosigkeit abrutschte und viele Jahre auf der Straße leben musste. Um so mehr freut sie sich, dass die kleine Facebook-Initiative mittlerweile große Kreise gezogen hat und nicht nur warme Mahlzeiten an ca. 70 Obdachlose ausliefert, sondern auch noch über eine Kleiderkammer verfügt. Darüber hinaus wurde ein Netzwerk aufgebaut, das Obdachlose bei Behördengängen unterstützt. Ihr großes Anliegen war es, den Schülerinnen und Schülern der Klasse zu vermitteln, dass obdachlose Menschen mit Würde und Respekt behandelt werden sollten, und dass sich hinter jedem dieser Menschen ein Schicksal verbirgt. Angeregt durch das Treffen überlegen nun einige Schülerinnen und Schüler aktiv zu werden und planen, die Freiwilligengruppe am Ostermontag zu unterstützen. An diesem Abend sollen neben der warmen Mahlzeit Osterkörbe mit Süßigkeiten an die Obdachlosen verteilt werden.

Quelle + Bildmaterial: Leibniz-Gymnasium Essen

Warm durch die Nacht - Tourbericht 14.03.2016 von Andreas und Kerstin

„Zu Zweit und doch ganz Viele“
Schon im Laufe des Tages sollte sich gestern herausstellen, dass wir nur zu zweit sein würden für die anstehende Tour. Also trafen wir uns gegen 16:30 Uhr am Heim und überlegten kurz, wie wir die Logistik für gestern zu gestalten hatten.
Wir entschieden uns, nur das Fahrrad aufzurüsten - diesmal mit Eierravioli und Erbseneintopf - und ansonsten lediglich einen Bollewagen für Heißgetränke, Süßigkeiten, Gebäck und Brot mitzunehmen.

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 11.03.2016 von Markus

-Geduld zahlt sich aus-
Jetzt muss ich den Tourbericht vom 11.03.2016 auch noch schreiben.  Und nein, es liegt nicht daran, dass es für meinen letzten Tourbericht   kritische Stimmen gab, wofür ich sehr dankbar bin. Denn nur durch Kritik können wir lernen. Lernen jeden Tag besser zu werden.  Somit mein Dankeschön an jeden, der mich mit Lob und Tadel angeschrieben hat.  Es zeigt aber auch, dass wir unterschiedliche Freiwillige sind, mit unterschiedlichen Stilen, Fähigkeiten und Möglichkeiten. Auch das macht EPA aus, und wer mit meinem Stil des Tourberichts nicht klar kommt, freut euch:  Andreas, Judith sind auch weiterhin an Bord und werden es in ihrer sympathischen, authentischen Art  auch weiterhin machen.
Wo wir noch sehr viel lernen müssen ist, geduldiger zu sein. Wir alle wollen am liebsten JETZT die Welt verändern,  dass viele Dinge aber Zeit benötigen, müssen wir uns immer selbst wieder ermahnen. Denn Beharrlichkeit führt zum Ziel. So genug der Einleitung.
Das wir ein tolles, engagiertes, flexibles Team sind wird daran sichtbar, dass schon am Nachmittag Birgit, die leider nicht an der Tour teilnehmen konnte, alle Vorbereitungen für alle anderen Tourteilnehmer  in Angriff genommen hat. Diese Vorbereitungen  benötigen schon 1-2 Stunden Zeit, einschließlich „Suppentransport“. Denn diesmal kam unsere Linsensuppe vom Sengelmannshof, Essen-Kettwig. Wir sind immer wieder sehr dankbar, so viel Unterstützung für unsere Arbeit von Restaurants mit hoher Reputation zu bekommen. Es ist übrigens noch Platz für weitere engagierte Restaurants in unserem Zeitplan. Dies mal am Rande erwähnt. Hat jemand Lust?

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Warm durch die Nacht - Tourbericht 07.03.2016 von Markus

-Tour Bravour-
Ausnahmsweise schreibe ich den Bericht mal in der von mir sehr ungeliebten „Ich“-Form, denn ohne die vielen Freiwilligen wäre ich ein Nichts. Ich bedauere es sehr, nicht mehr so oft bei Touren teilzunehmen, wie in der Anfangsphase von „Warm durch die Nacht“. Damals, hört sich nach einem Jahr merkwürdig an, war ich mit dem Team fast täglich unterwegs. Seitdem ist sehr viel geschehen.
Von den damaligen Tourengängern sind immer mal wieder der ein oder andere dabei (Damien, Melanie, Jojo, Frank, Tina, Cristina, Andre und viele mehr, die mir spontan nicht einfallen), bei einigen finde ich es schade, dass sie nicht mehr dabei sind bzw. dabei sein können, sei es aufgrund beruflicher oder privater Umstände.
So genug in Vergangenheit geschwelgt. Ich war zunächst beim Lokalfieber/Kreativquartier-Treffen der Nordstadt. Hier trifft sich die Nachbarschaft, lernt sich kennen und tauscht sich aus. Hier sind schon superviele Netzwerk-Kontakte für uns entstanden. Und man bekommt uns ja nicht mehr aus der Essener Innenstadt weg. In der Nordstadt sind wir an mehreren Stellen präsent und haben unsere Zelte aufgeschlagen, sei es in der Essener Ehrenamtsagentur oder in Form von Lagerräumen für unsere täglichen Touren. Natürlich sollten wir die für uns sehr wichtige WiederbrauchBAR nicht vergessen. Wobei für viele das „Suppenfahrrad“ noch offensichtlicher im Stadtbild ist. Bei der Vorstellungsrunde habe ich die Themen, wofür wir stehen (Grüne Haupststadt 2017, Spielplätze, Markt der Möglichkeiten auf dem Willy-Brandt-Platz, Wohnungslosigkeit) nur angerissen. Ich setzte meinen Fokus auf unsere Aktivitäten. Nach der Veranstaltung kam Anna auf mich zu und fragte,  ob „Sie oder Du“ –ich heiße Markus, ganz einfach du -  fragte  mich  also, wie sie sich einbringen kann und was wir machen können. Da ich die Absicht hatte nach dem Treffen mal bei der Tour vorbeizuschauen, fragte ich sie einfach, was sie am Abend vor hat und ob sie Lust hätte, mal das Team einfach so kennenzulernen. Gesagt, getan.
Anna begleitete mich auf der Suche nach dem Team. An der Rathaus-Galerie sahen wir schon jemand seine Suppe essen. Wir wünschten ihm einen „Guten Appetit“. Zurück kam ein „Merci beaucoup“. Und von meiner Seite das „de rien“. Wir gingen an der Marktkirche vorbei, „meine“ Leute waren nicht da. Bloß, wo sind sie? Suppe gesehen, Marktkirche. Ok 20 Uhr. Könnten schon deutlich höher sein. Auf zum Willy-Brandt-Platz und da hat man sie schon von weiten gesehen.
Ich ging näher und immer näher…und fragte mich:

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