Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 03.02.2016 von Ingrid

Klein aber fein.
 
Manchmal ist es schon verzwickt. Aus verschiedenen Gründen kommt einfach keine Tourgruppe zustande. Fabienne, als einzige angemeldet, ist keine Gruppe. Da Vroni, Micha und Janita in wichtiger Mission unterwegs waren, Abendschule, neuer Job oder andere wichtige Verpflichtungen einige von der Tour abhielten, beschlossen Fabienne und ich, allein zu gehen. In abgespeckter Version.
 
Gegen 17.45 Uhr konnte ich das Brot bei der Bäckerei Förster abholen. Dabei ergab sich ein sehr nettes Gespräch mit der Chefin. Sie würde so gern mal mit uns gehen, nur leider lässt es ihr Terminplan von Mo – Fr nicht zu. Aber, ich denke, wir werden es schaffen, mal eine Tour am Wochenende gemeinsam mit ihr zu starten. Wir bleiben dran. Schließlich möchten unsere regelmäßigen Spender auch mal mit eigenen Augen sehen, was wir mit ihren Spenden machen.
 
Da Fabienne auch erst um 18 Uhr am Altenheim sein konnte, war eine Suppentour schon aus diesem Grund nicht möglich. Diese erfordert eine langfristige Vorbereitung, die spätestens im Winter um 16 Uhr beginnen muss, um die Suppe auch am Nord direkt servieren zu können.
 
Als ich um 18.15 Uhr am Heim vollbepackt mit Kleidung etc. aus dem Lager und dem Brot/ Gebäck an kam, war unser treuer M. auch bereits vor Ort. Schnell wurde alles umgepackt. In der Zwischenzeit hatte Markus die Leute am Nord darüber informiert, dass die Tour später beginnt. Er war auch auf dem Weg zu einer wichtigen Veranstaltung, siehe Fanpage.
 
So machten wir uns auf den Weg mit Brot, Gebäck, Scheibletten, Schokolade und Heißgetränken. Ich hatte das Gefühl, unsere Kunden freuten sich sogar über die Abwechslung auf dem Speiseplan. Wann gibt es schon mal Käsepäckchen! Jeder erhielt, was er brauchte. Nur ganz kurz kam mal ein: „oh, heute keine Suppe?“ Sie bedankten sich bei uns, dass wir trotz der fehlenden Zeit und fehlenden Helfer da waren und etwas mitbrachten. Natürlich gab es auch Bedarf an langen Unterhosen, Socken einigen Pullis, Jacken und Decken. Ein Schlafsack musste rausgegeben werden, da der andere kaputt war. Gegen 19.30 gesellte sich Marco zu uns. Es war heute seine 4. Tour. So zogen wir zu viert in Begleitung von einigen OfWlern weiter zur Marktkirche. Unterwegs wurde natürlich geplaudert. Das gehört dazu. So erfährt man ganz nebenbei, wie es unseren Schützlingen geht.
 
An der Marktkirche wiederholte sich das Ganze. Ich gab jedem ein Päckchen Brot mit Käse, Fabienne und Marco verteilten Gebäck und Süßes und M. kümmerte sich um die Heißgetränke. Einige Vorbestellungen wurden abgeholt und weiter viel geplaudert. Am Bahnhof herrschte erst mal gähnende Leere. Nach und nach kamen einige Kunden mit Sack und Pack zu uns. Es fing an zu regnen und wir verzogen uns alle zu Ansons. Hier eröffneten wir fast eine Kleiderberatung.
Es machte allen viel Spaß und wir diskutierten noch ausgiebig über die Vor und Nachteile der selbstaufblasbaren Isomatten. Nachdem wir uns von ihnen verabschiedet hatten, beschlossen wir, noch ausnahmsweise zum Cinemaxx zu gehen. Dort trafen wir nur einen OfWler an. Gegen 22 Uhr verstauten wir unsere Bollerwagen im Heim.
 
Unser Fazit nach der Tour: es war sehr entspannt, viele Gespräche und alle zufrieden. Das Wichtigste scheint unsere Anwesenheit zu sein, für sie da zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Dann wird auch mal die fehlende Suppe verschmerzt. Am Freitag gibt es aber wieder Eintopf, diesmal vom Bonner Hof, wieder mit Fahrrad.

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