Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 20.04.2019 von Nadine

Stadtmarathon

Pünktlich um 17 Uhr war die Garage offen, Brötchen von Bäcker Peter warteten schon, die Linsensuppe vom Sengelmannshof vor Ort (von Apris Sohn abgeholt) und Agnes stand auch schon startklar an der Garage.

 


Blitzschnell war das Suppenfahrrad draußen und betriebsbereit. Cem, Johnny, Francis und Kosi trafen kurz darauf ein, sodass wir ab 17:15 Uhr nur noch auf die 2. Runde unserer Wasserkocher warten mussten, das Wetter genossen und ein wenig Zeit hatten, uns zu unterhalten. Ganz lieben Dank an das EPA Mitglied, welches uns zuvor schon die Wasserkanister aufgefüllt hat.

So pünktlich, wie wir fertig waren, trafen wir dann auch bei

Leuchten Kaiser ein, wo innerhalb von Sekunden sich gut 30 Gäste versammelt hatten.
Lange war ich nicht vor Ort, da einem der OFWler der Schlafsack geklaut worden war, und ich schnell zur Garage zurücklief, um ihn mit einem neuen zu versorgen, sowie mit Männer Schuhen, da seine zu klein waren, sodass er schon Blasen und Schmerzen an den Füßen hatte. Leider war (wie immer) mein Handy auf lautlos, so konnte Cem mich telefonisch nicht erreichen.
Kaum bei Leuchten Kaiser angekommen, ging es wieder zurück zur Garage, um 22 Dosensuppen und Würstchen zu holen, die Linsensuppe ging schon langsam zur Neige.
Als ich wieder da war, füllten wir den ersten Behälter im Suppenfahrrad mit Erbsensuppe und jetzt wurde es auch schon höchste Zeit, die Brötchen in der Innenstadt für unsere weiteren 2 Stationen abzuholen (es gab nämlich jetzt keine mehr).

Mit dem Glockenschlag um 19 Uhr war ich dann wieder bei den anderen, die inzwischen die Station an der Gertrudiskirche erreicht und die ersten Gäste zu versorgen hatten. Keine 5 Minuten später ging unsere letzte Ostertüte raus. Etwa zeitgleich sagte Kosi mir, dass unser heißes Wasser jetzt auch so langsam zur Neige gehen würde. Also nahm ich mir der Einfachheit halber den Bollerwagen mit den Thermoskannen und marschierte zum Café Extrablatt Essen auf der Kettwiger Straße, um uns ca. 10 Liter neues heißes Wasser zu organisieren.
In der Zwischenzeit kam ein Gast zu den anderen, der in Glassplitter gegriffen hatte, um sich von Cem versorgen zu lassen.

Als ich zurück kam, musste ich erstmal durchatmen und nahm mir die Zeit, um mit unseren Gästen ins Gespräch zu kommen.
Es war mal wieder sehr interessant und zugleich traurig.
Einer von ihnen ist zurzeit nicht versichert und kann sein Rezept nicht einlösen, welches er wegen der HIV Diagnose doch so nötig hätte. Ein Treppensturz macht ihm zwecks mehrerer Verletzungen am Bein das Leben und Laufen zusätzlich schwerer.
Ein anderer ist samt Bruder und Schwester auf der Straße zu Hause.

Dann haben wir die restlichen Dosen für die letzte Station geöffnet und die Würstchen mit rein gegeben.
Kurz bevor es weiter ging, bekamen wir noch eine Geldspende für unsere Kasse

Auf dem Weg zum Hauptbahnhof machten wir kurz Stopp, um Hundefutter, Hygieneartikel und Suppe an uns bekannte Gesichter rauszugeben.
Hierbei wurde dann klar, dass die Suppenschüsseln ausgegangen waren, also lief ich wieder zur Garage, um Nachschub zu holen. Eine Bekannte von Cem, die an der Kirche auf uns traf, nahm netterweise für mich den Bollerwagen mit hoch. Hier kam dann auch noch sein Bruder Joey hinzu, um uns tatkräftig zu unterstützen. Und Francis und Kosi verabschiedeten sich.
Auch hier waren wir wieder sehr gefragt, sodass der letzte Tropfen Suppe und das letzte Brötchen am Ende einen darüber glücklichen Menschen fanden.

Auf dem Rückweg konnten wir noch 4 Personen mit Yum Yum Suppe, Getränken und Schokolade erfreuen.
Halb zehn war die Garage zu, die Behälter vom Suppenfahrrad in meinem Auto und alle sich einig, dass der, der fragt, schreiben muss.

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