Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 11.01.2020 (Julian)

Als ich gegen 17 Uhr an der Garage ankam, waren Solly, Gaby, Michael und Waldemar da. Sie sortierten die Spenden von REWE in die Kühlboxen ein. Nachdem ich das Suppenrad aus der Garage geschoben hatte, konnte ich in Ruhe das Wasser aufsetzen für die Thermoskannen.
Als kurz darauf Günter und Maik eintrafen, kümmerten die 2 sich darum, dass alles am Suppenrad an Bord aufgefüllt wurde.
Nun kamen Tanja und Evelyn um die Ecke. Nach unserer Begrüßung sortierte Tanja den Getränkestanley und Evelyn füllte die Hygieneartikel für die Tour auf.
Michael hat den Bollerwagen vorbereitet und Kleidung rausgegeben.


Noch waren nicht alle Thermoskannen befüllt, als ein kleiner Junge neben uns stand und fragte, ob er uns ein Stück mit auf Tour begleiten dürfe. Seine Eltern und sein kleiner Bruder waren auch dabei. Er hatte uns am Mittwoch die tolle Erbsensuppen-Spende zur WiederbrauchBAR gebracht. Wir waren alle baff, als wir hörten, dass er es von seinem Taschengeld zusammen gespart hatte. Wir nahmen also seine gespendeten Dosen mit an Bord des Suppenrades. Und stimmten zu, dass

die Familie uns begleiten darf.
In den Behältern war erst das Essen vom Sengelmannshof. Vielen Dank an dieser Stelle für den Grünkohleintopf.

Gegen 17 Uhr 45 gingen wir los zu unserem ersten Standpunkt bei Leuchten Kaiser. Da angelangt, stellten wir uns nebeneinander auf, wo die ersten Gäste schon auf uns warteten. „Was gibt es denn heute?“ hörten wir, worauf wir mit „Grünkohleintopf“ antworteten. Der kleine Junge schaute sich alles genau an. Schaute in die Suppeneinsätze, wofür Günther ihn hochgehoben hat. Stellte Fragen über Fragen, schaute bei der Kleiderausgabe zu und bei Tanja und Evelyn fragte er sich auch durch. Er ist ein kleiner, wissbegieriger, großer Engel für uns mit einem großen guten Herz am rechten Fleck. Waldemar gab Kuchen aus, den die Gäste sich schmecken ließen.

Um 18 Uhr 30 gingen Evelyn, Waldemar und ich Richtung Bahnhof los, um Backwaren abzuholen. In der Zeit zogen die anderen mit Hilfe der 2 jungen Männer, die kräftig schoben, zur 2. Station. Hier wurde auch schon gewartet auf uns. Es wurden Hygiene, Kleidung, Schuhe, Jacken und Essen ausgegeben. Die Familie Bensberg mit ihren 2 Kindern ging nach vielen Fragen, die wir ihnen beantworten konnten, nach Hause. An dieser Stelle vielen, lieben Dank für die nette Begleitung. Kurz bevor es weiter Richtung Post ging, trafen Evelyn und ich mit den Gebäckspenden ein, sodass wir noch ein paar süße Teilchen rausgeben konnten. Wir haben nun die Suppenkonserven in die Behälter füllen müssen, da der Grünkohl alle war.

Wir gingen 19 Uhr 45 zur Post hoch an unsere 3. Station. Dort wurden wir sehnsüchtig nach Essen schon erwartet. Ein Blick zum Himmel sagte uns, dass der Vollmond so hell schien und uns genug Licht gab. Ich ging durch den Hbf, um nach Obdachlosen zu schauen und sie auf unser Essen aufmerksam zu machen. Wir verteilten hier, bis wir merkten, dass unser Gas alle war. Da es jedoch schon 20 Uhr 35 war, brauchten wir keine neue Gasflasche zu besorgen.
Alle Lebensmittel aus den Kühlboxen wurden verteilt, die Backwaren und die Suppe waren auch alle.

So traten wir um 20 Uhr 45 den Rückweg zur Garage an. Auf dem Weg dahin versorgten wir noch 2 Litauer mit heißem Kaffee, einem Schlafsack und einer Decke. Wir wünschten ihnen eine ruhige, angenehme Nachtruhe.
Die letzten paar Meter zur Garage waren sehr ruhig. Nach dem Saubermachen verstauten wir alles und traten unseren Heimweg an. Es war wie immer eine schöne Tour mit neuen Eindrücken. Danke.

Tags: Tourbericht, Warm durch die Nacht, Nachtcafe, Essen packt an, Obdachlosenhilfe, Obdachlosenversorgung, Obdachlosigkeit, Stadt essen, Suppenfahrrad, Bollerwagen, Ehrenamt, bevölkerungsschutz, Spontanhelfer, Sengelmannshof


Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.