Essen packt an!

Warm durch die Nacht - Tourbericht 28.01.2020 (Bianca)

Als ich bei der Tour ankam, waren die Vorbereitungen schon im vollen Gang. Das Essen von Haus Reichwein Essen war schon da und wurde schon mal im Suppenfahrrad erwärmt. Es gab diesmal Hühner-Frikassee, zur Reserve wurde Linsensuppe mitgenommen. Ich kümmerte mich zusammen mit einem weiteren Tourteilnehmer um das Auffüllen des Kaffeestanleys. Da der Tourteilnehmer dies noch nie zuvor gemacht hatte, erklärte ich ihm, was wir immer so mitnehmen und wovon wir auf jeden Fall genug Reserve einpacken mussten, wie z.B. lösliches Kaffeepulver. Währenddessen bereiteten die anderen Teilnehmer warmes Wasser für den Kaffee und Tee sowie den Hygienewagen vor. Zusätzlich zu den regulären Gegenständen, die wir immer mitnahmen, bekamen wir heute noch zwei tolle Spenden! Einmal wurde Gebäck von der Bäckerei/Konditorei Gräler-Cafe Ruhrblick vorbeigebracht, hier waren Amerikaner, Mohnkuchen, alles dabei. Des Weiteren erhielten wir einiges an Obst, Gemüse und anderen Leckereien von Rewe Köster in Essen-Rellinghausen und REWE Stilleke

Voll beladen gingen wir los, zu unserer ersten Station. Es war natürlich super, dass ausgerechnet heute viele Tourteilnehmer dabei waren, da der Andrang sehr hoch war und wir auch viel mitzunehmen hatten. Eine neue Tourteilnehmerin sprach mich darauf an, ob wir immer so viele

wären, da sie Sorge hatte, dass es vielleicht sogar zu viele waren. Wie sie später selbst beobachten konnte, konnte es gar nicht zu viele Tourteilnehmer geben! Jeder hatte etwas zu tun, wir konnten uns die Aufgaben schön aufteilen, gegenseitig ablösen und wichtige Gespräche mit den Bedürftigen führen.

An der zweiten Station mussten wir schon die Linsensuppe öffnen und erwärmen. Wir freuten uns natürlich, dass wir so vielen Leuten helfen konnten!
Leider kam es hier auch zu einer sehr unangenehmen Situation mit einem Fernsehteam. Diese hatten keine Drehgenehmigung, versuchten uns allerdings trotzdem bei dem, was wir tun, zu filmen und sprachen uns sehr aufdringlich an. Auf unser "Nein!" hörten diese auch nicht, weshalb wir die Station eher verlassen mussten.

An der dritten Station blieb der hohe Andrang an Bedürftigen. Als ich die Tour verlassen habe, um meinen Heimweg anzutreten, war schon sehr viel herausgegeben worden und wir haben es geschafft, fast alle Lebensmittel zu verteilen!

Alles in allem war auch diese Tour wieder sehr herzlich, sehr liebevoll und vor allem menschlich (abgesehen von dem Zwischenfall an Station 2 versteht sich.)

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