Essen packt an!

Neues aus der Obdachlosenbotschaft: "Gestrandeter"

Nach gestern, heute der nächste Hilferuf eines Gestrandeten bzw. Obdachlosen in Essen. Sein größter Wunsch, nachdem man ihn unter Vortäuschung falscher Tatsachen nach Deutschland gelockt hat ! NACH HAUSE! In die Heimat.

Was machen wir? Wir kaufen ihm das Ticket und wünschen ihm für seine weitere Zukunft alles Glück dieser Welt. <3 Gute Reise und mach es gut!

Bezahlt von euren Schenkungen und das ist sehr gut angelegtes Geld und sinnvoll investierte Zeit.

Neues aus der Obdachlosenbotschaft: "Hotel-Notruf"

Hilferuf heute 13:45 eines Essener Hotels. Obdachloser schlief -geduldet- „am“ Hotel. Dies kann und sollte keine Lösung sein. Wir sofort hin und haben ihm das Nötigste nur geben können, um eine Chance zu haben, auf der Straße überleben zu können.
Vor Ort waren wir auch ge-, und zum Teil überfordert. Überfordert, weil es auch pädagogische und psychologische Kenntnisse bedurfte.... wir können „nur“ als Mensch auf Augenhöhe unser Bestes geben! Jeden Tag. Ob Sommer ☀️ , Herbst 🍂 oder Winter ❄️

Bericht FubiKo by EPA No. 8 am 15.09.2018 (Carsten)

Wie immer hat mein Tag schon recht früh am Samstagmorgen begonnen. Bis 9:00 Uhr müssen die gespendeten Backwaren und Brötchen von Bäcker Peter abgeholt und in die Garage bis zum Abend zwischengelagert werden.



Gegen 16:15 Uhr machte ich mich mit meinem Sohn Silvian auf den Weg Richtung Innenstadt. Als ich dort am Warda Beauty Center ankam, standen schon die ersten OFWler vor die Tür, um sich ihre Haare schneiden zu lassen. Was zu Beginn noch nach einem gelassenen Abend aussah, entpuppte sich später jedoch als purer Stress für alle Beteiligten.

Ich bin dann gegen 17:30 Uhr nochmal zu unserer Garage gelaufen, um nachzusehen, ob bei den Vorbereitungen noch Hilfe benötigt wurde. Heute gab es das Essen ausschließlich aus der Dose. Wir hatten einen Einsatz mit

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(K)ein Dach über dem Leben? - Meine zwei Wochen mit Richard Brox (Markus)

Vor zwei Wochen fragte Richard Brox, Deutschlands bekanntester Obdachloser, auf seinem Facebook-Profil, ob jemand eine günstige Bleibe in Raum zentrales NRW kennt. Da ich immer mal wieder in Kontakt mit Richard war, fragte ich bei uns in der Orga, ob jemand eine Bleibe für ihn kenne. Schnell war klar: Wir mussten ihn einladen. Richard, mit seiner Lebensgeschichte, kann uns so viel Erfahrungen mit auf den Weg geben. Gesagt, getan. Er überlegte ein paar Stunden oder sind es wenige Tage gewesen? Egal, er entschied sich, unser Angebot anzunehmen und in Essen Station in einer festen Bleibe zu beziehen. In einem Hostel in der Essener Innenstadt, dem pulsierenden Teil Essen.

Petra holte ihn bei der Ankunft dann ab Hauptbahnhof ab und brachte ihn zu seinem Hostel, damit er sich ausruhen konnte. Auf der Fahrt dahin wollte er schon einiges wissen über uns und was wir die Zeit über gemeinsam machen können. Im Gepäck hatte er natürlich, wie immer, seine Botschaften. Seine Botschaften sind allesamt sehr wichtig.
1. Gründung eines Hospizes für Obdachlose.
2. Gründung eines Fonds für obdachlose Opfer von Gewalttaten
3. Wohnung und Arbeit für jeden.



Wie transportiert ein Bestseller-Autor seine Botschaften am besten? Neben dem

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Richard Brox in Essen

Inzwischen ist Richard Brox in Essen angekommen. Er wurde von Petra in Empfang genommen und zu seiner Unterkunft hier in Essen gebracht, wo er bis Ende August bleibt.
Was er hier so vorhat und wie es weitergeht, lasst euch überraschen!

Bericht FubiKo by EPA No. 7 am 23.06.2018 (Micha)

Mit vielen neuen Helfern und gutem sowie routiniertem Teamwork…….



Gestern Abend meldeten sich schon einige Suppentourspezialisten, ob sie helfen könnten und wann wir uns wie gemeinsam treffen. Dank der guten Absprache hat auch das Zusammenspiel aus Essen, Trinken, Backwaren und Haaren sowie Füßen schon in der Vorbereitung echt gut geklappt.

Wir sind dann gegen 15:30h gemeinsam aufgeschlagen und haben die FubiKo Artikel, die noch nicht im Auto verstaut waren, aus der Mayflower abgeholt und Abir von Warda's Beauty aufgesucht und wurden gleich freundlich in Empfang genommen. Viele Helfer rund um das Suppenfahrrad hatten sich auch schon an der Garage versammelt und die leckere Suppe vom Sengelmannshof startklar gemacht sowie die Trolleys befüllt. Auch leckere Teilchen sowie die Brötchen von Bäcker Peter waren natürlich schon längst in der Garage.

Auch wenn diesmal nur zwei Friseurinnen und eine Fußpflegerin

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Was macht eigentliche die Obdachlosenbotschaft?

Die Obdachlosenbotschaft spielt Feuerwehr, wenn es brennt. Sei es, dass wir einen Hilferuf per Handy bekommen, von einer obdachlosen Person oder einer aufmerksamen Person, die jemanden aufgefunden hat, der hilfsbedürftig ist. Oder wir lernen spontan jemanden auf der Suppentour oder einfach so in der Stadt kennen. Man entwickelt mit der Zeit einen Blick dafür, weil man aufmerksamer durch die Stadt geht.
Wir suchen dann die Person auf und hören uns ihre Geschichte an. Meistens läuft das sehr emotional ab, mit vielen Tränen und Umarmungen. Langsam wird ein wenig Vertrauen aufgebaut und wir geben der betroffenen Person das Gefühl, jetzt nicht mehr ganz allein dazustehen. Gemeinsam suchen wir nach Lösungen, um den Zukunftswünschen dieses Menschen Stück für Stück näherzukommen.

Ich erzähle euch mal die Geschichte von J.
J. wurde zufällig entdeckt, als er auf dem Gelände einer Zeche in seinem Auto schlief. Man suchte das Gespräch und erkundigte sich nach dem Wohlbefinden des Hundes und dem Zustand des Autos. Solly kümmerte sich darum, dass sich ein „Autoschrauber“ aus unserem EPA-Team des Autos mal annahm. Es wurden Ersatzteile besorgt und unser lieber Hendrik hat das Auto repariert. Ich habe es am Rande verfolgt. Nachdem unsere Obdachlosenbotschafterin uns verlassen hatte, habe ich mir überlegt, im Team die Obdachlosenbotschaft so gut es geht weiterzuführen.
So kam es, dass ich letzten Dienstag (Feiertag, Tag der Arbeit) spontan von unserer lieben Solly gefragt wurde, ob ich nicht am Abend mal Zeit und Lust hätte, J. zu besuchen und kennenzulernen. Na klar!

Um 19 Uhr trafen wir uns dann auf dem Zechengelände. Dort war gerade eine Veranstaltung mit Live-Musik. Es herrschte eine tolle, entspannte Atmosphäre. Ein Stückchen weiter stießen wir auf unsere liebe Simone, die dort ein kleines Pflanzenbeet angelegt hat. Sie erzählte mir, dass sie sich oft und gerne mit J. unterhält. J. befinde sich gerade mit seinem Hund Z. in einem Veranstaltungsraum. Simone nahm uns mit dorthin und klopfte vorsichtig an die Tür, um J. zu fragen, ob es in Ordnung sei, wenn wir ihn kurz besuchen. J. freute sich und

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Neues Projekt: "Mein größter Wunsch:"

 

Wir haben eine neue Idee gehabt. Wobei, das stimmt nicht so ganz. Wir haben viele Gedanken gekreuzt und etwas “Eigenes” gemacht. Herausgekommen ist unser
ProjektMein größter Wunsch:”

Worum geht es? Unserer Erfahrung nach haben viele Obdachlose einen großen Wunsch. Ein Wunsch, der oftmals damit zu tun hat, was sie aus der Bahn warf und sie unfreiwillig auf der Strasse landeten. Unser gesellschaftliches Hilfesystem hat hierfür keine individuelle Lösung. Denn sie wäre nicht fair anderen gegenüber. Wir aber als Bürgerinitiative, die wir uns in diesem Metier tummeln, können flexibel reagieren.

Zum Beispiel? Man möchte einmal das Grab seiner Eltern in Passau besuchen, weil man nicht ordentlich Abschied nehmen konnte, oder man möchte noch einmal das Meer sehen, welches einen so motivierte. Wir möchten dies mit Paten oder aus eigenen Mitteln möglich machen! Möglich machen, eine neue Chance, einen Neuanfang zu starten. Wir werden niemanden von den Toten zurückholen oder auf Fingerschnippen für Weltfrieden sorgen können. Das ist auch nicht unsere Absicht. Wir möchten Halt geben und signalisieren:
DU BIST NICHT ALLEIN!

Dieses war der 1. Streich, der zweite ....... 2018. Das Jahr der EPA-Innovationen im “Kleinen”.

Bericht FubiKo by EPA No. 6 am 21.04.2018 (Carsten)

Wie immer begann mein Tag schon recht früh am Morgen mit der Abholung der Brötchen und gespendeten Backwaren von Bäcker Peter gegen 8:30 Uhr. Die Backwaren brachte ich in die EPA Garage zur Zwischenlagerung.



Gegen 16:00 Uhr fuhr ich erneut zur Garage, um diese zur Vorbereitung des Suppenfahrrades zu öffnen. Dort standen schon die ersten fleißigen Helfer wie Hotti, Gudrun, Petra und Sandra L. von der SATTiertafel Essen e.V. Von den genannten Helfern wurde das Suppenfahrrad vorbereitet. Es gab Ravioli und Nudeltopf zur Auswahl aus der Konservendose.
Ich selbst musste zwischenzeitlich noch mal nach Hause fahren, meinen Sohn und meine älteste Tochter abholen. Meine älteste Tochter Daniela war zum ersten Mal dabei und war von unserer Aktion total begeistert.
Da es in der Innenstadt immer schwer mit Parken ist, entschied ich mich diesmal mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.

Als ich dann gegen 17:00 Uhr bei unserem neuem Gastgeber, dem Warda Beauty Center eintraf, war das Suppenfahrrad schon gut besucht. Ebenfalls war das Kellergeschoss des Friseursalons, das eigens für unser FubiKo hergerichtet worden war, bereits voll von OFWlern und Bedürftigen, die unser Angebot des Haare-, Fingernägel- und Fußnägelschneidens liebevoll erwartend angenommen hatten.
Wir hatten diesmal enorm viele Helfer. Zu unseren eigenen Helfern wie

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Eiskalt helfen Report 2017/18 von Corinna

Hier ein Bericht einer neuen EPAlanerin, der zeigt, wie schnell es gehen kann, bei uns mitzumachen.
Außerdem gibt er auch einige Einblicke in die Aktion "Kältebrücke-Eiskalt helfen", die wegen der Wahrung von Persönlichkeitsrechten ja weitgehend ohne Infos hier auf Facebook ablaufen muss.



Bericht Einstieg bei EPA, speziell "Eiskalt helfen"

Etwa Mitte Januar 2018 habe ich auf Facebook zufällig eine Seite entdeckt: Essen packt an.
Dort wurden Helfer/ -innen gesucht zum Sortieren von Kleiderspenden in der Mayflower.
Da ich zurzeit über mehr Freizeit verfüge als mir lieb ist, war mein Interesse gleich geweckt.
Ich habe mich erkundigt, wann, wie, wo Hilfe benötigt wird und habe für den kommenden Dienstag zugesagt, um für ca. 3 Stunden zu helfen.
Gesagt, getan. Ich war um kurz vor 11 Uhr an der Mayflower und fand den Zugang nicht. Über die Facebook Seite von EPA stieß ich auf eine Handynummer und dort rief ich an. Mir wurde erklärt, wo ich den Eingang finden konnte und schon wurde ich von Apri, Solveig und Stephanie herzlich willkommen geheißen.
Nun hieß es endlos viele

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