„Rush hour“ am Rheinischen Platz -
Nun wurde es aber doch mal wieder Zeit, unseren Lieben auch mal wieder ein warmes Essen zu bringen. Also stand fest, diesmal würde das Suppenfahrrad wieder zum Einsatz kommen. Irgendwie würden wir vier Frauen das schon managen, kriegen wir doch auch immer Unterstützung und Hilfe von den Ofwlern selbst.
Vorab hatten wir im Chat abgeprochen, dass ich die 12 Dosen Erbsensuppe, die mir letzte Woche eine liebe Spenderin einfach vor meine Haustüre gestellt hatte, mitbringen würde und Ingrid mit einem Einkauf noch ergänzt, damit wir beide Behälter des Fahrrades füllen können.
Kerstin bereitete das
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- Es schüttet wie aus Eimern, aber es geht uns um‘s Prinzip (die Montagstour) –
Extrem starker Regen war angekündigt für die Abendstunden und es gab auch nur zwei Anmeldungen für die Tour, da viele der Stammtourengänger durch andere Termine verhindert waren. So stand von vornherein fest, es würde eine Bollerwagentour geben, ohne Suppenfahrrad, nur mit Gebäck, Brot, Brotbelag, Obst und Heißgetränken. Auch sollte keine Kleidung mitgenommen werden, nur ein paar Schuhe, die ganz dringend für eine junge Frau gedacht waren, gingen mit auf Tour.
Ingrid hatte vorab Käse, Mettwürstchen und Äpfel besorgt und alles bereitgelegt und dann machten sich Kerstin, Elke und Micha geschützt durch Regencapes tapfer auf den Weg zur Gertrudiskirche unters Dach. Das Brot mit den verschiedenen Angeboten wie Scheiblettenkäse, Mettwürstchen und kleine Marmeladen-Döschen, das Gebäck und die Äpfel fanden schnell dankbare Abnehmer. Auch die Heißgetränke taten unseren Lieben bei dem ussiligen Wetter gut.
S. freute sich sehr, dass man für sie an ein Paar Schuhe gedacht hatte, die dann auch passten.
Am liebsten hätten unsere Leute auch die Regencapes gehabt, die aber zur Ausrüstung des Tourenteams gehören.
So kann auch die Sommerzeit für unsere Lieben zur Tortur werden, wenn sie so nass ausfällt, wie in diesem Jahr.
Gegen 21:30 Uhr waren alle versorgt und Micha, Kerstin und Elke machten sich auf den Rückweg, ins Trockene.
Wenn es auch nur eine kleine Tour war, sie war wichtig. Denn unsere Touren gehören längst zum festen Tagesplan der Leute in der Stadt. Sie verlassen sich darauf, dass wir kommen und dabei ist es ihnen gar nicht so wichtig, ob es immer ein großes Essen für sie gibt, nein, es geht vielmehr um die verlässliche Begegnung miteinander drei Mal in der Woche, um Akzeptanz, Zuwendung und Gespräch.
Also gehen wir bei Wind und Wetter, schon aus Prinzip!